5 Dinge, die man von Reichen lernen kann

Reich werden – was Sie von Reichen lernen können

– Vermögen streuen

Bereits der Nobelpreisträger Harry Markowitz entwickelte 1952 die Portfoliotheorie, die noch heute die wichtigste Grundlage für Verfahren der richtigen Vermögensanlage ist.
Sie besagt, dass man seine Anlagen diversifizieren soll, um das Risiko-Rendite Verhältnis zu optimieren, was nichts anderes heißt, als sein Vermögen zu streuen.
Jetzt werden Sie vielleicht einwenden, dass Sie nicht genug Vermögen haben, um es noch zu streuen. Das ist falsch: nicht nur Reiche haben die Möglichkeit, ihr Vermögen zu streuen.

ETF Sparplan

ETF Sparpläne gibt es bereits ab 25 EUR pro Monat. Sie haben vermutlich schon einmal von ETF gehört, um was handelt es sich dabei eigentlich? ETF (exchange traded funds) steht für börsengehandelte Indexfonds, die sehr kostengünstig sind, weil keine hohen Verwaltungskosten wie bei gemanagten Fonds erhoben werden, Sie aber ebenso wie bei diesen in viele Aktien gleichzeitig investieren können.

Gleichzeitig können Sie – ohne sofort eine komplette Immobilie kaufen zu müssen – in offene Immobilienfonds investieren und Sie werden an einem ganzen Portfolio von Immobilien beteiligt, um deren Verwaltung sich andere für Sie kümmern. Die Renditen sind gegenüber Aktien niedriger und der Anlagehorizont ist lang, Anteile werden erst nach zwei Jahren zurückgenommen. Vorsicht vor geschlossenen Immobilienfonds, die mit höheren Risiken aufwarten und aufgrund ihrer Komplexität sich nur für professionellere Anleger mit Steuerberater eignen.

Gold

Gold ist eine weitere Anlageform, die zur Streuung des Vermögens dient. Die schönste Form ist sicherlich die des Schmucks. Aber für Sie sollte die Investition in Goldmünzen, wie den Krügerrand, den es in verschiedenen Größen gibt (1/10 Unze bereits ab ca. 100 EUR) eher in Frage kommen.
Goldzertifikate haben den Vorteil, dass sie niedrigere Transaktionskosten haben, aber den Nachteil, dass es sich um Schuldverschreibungen handelt, also auch die Bonität des Herausgebers der Zertifikate wichtig ist. Wenn dieser insolvent wird, nutzt ihnen dann auch das sichere Gold nichts, da es nur auf dem Papier steht.

Anleihen gehören grundsätzlich zu einer breiten Streuung des Vermögens. Auch hier gibt es ETFs, so dass Sie nicht in einzelne Anleihen investieren müssen und nicht einem Klumpenrisiko ausgesetzt werden. Sie sollten wegen des aktuell niedrigen Zinsniveaus und in möglicherweise ein paar Jahren steigenden Zinsen eher in kurzlaufende Anleihen investieren. Bundesanleihen bringen sogar aktuell negative Renditen, so dass Sie Ihr Geld dann besser auf dem Konto lassen, wo Privatanleger sogar noch ein paar Zinsen erwirtschaften können.

Vermögen streuen heißt auch, einen Teil seines Vermögens völlig liquide als Tagesgeld vorrätig zu halten. Davon abhalten sollte Sie auch nicht, dass es aktuell dafür kaum Zinsen gibt. Immerhin noch besser als Negativzinsen wie bei einigen Anleihen. Bis hunderttausend Euro dürfte ihr Geld hier auch mit am sichersten aufgehoben sein.

– in Aktien investieren

Millionäre setzen nicht wie die meisten Deutschen auf zinsgebundene Sparprodukte, bei denen vor allem aktuell kaum noch ein nennenswerter Zuwachs zu erzielen ist, sondern streuen Ihr Vermögen. So wuchs das Vermögen von HNWI (high net worth individuals) – das sind Personen mit einem investierbaren Vermögen von mindestens 1 Million Dollar – im Jahr 2016 um rund 8,2%, was vor allem auf die steigenden Aktienmärkte zurückzuführen sein dürfte. Auch die weiteren Aussichten sind gut, es wird ein weiterer jährlicher durchschnittlicher Zuwachs von 5,9 % geschätzt (Quelle: World Wealth Report von Capgemini).
Ohne Aktien funktioniert kein langfristiger Vermögensaufbau. Aktien verkörpern reale Werte und sind deshalb auch gegen Inflation geschützt. Börsengehandelte Aktien können jederzeit ohne erhebliche Transaktionskosten verkauft werden. Um nicht alles auf eine Karte zu setzen, sollte man in verschiedene Aktien investieren. Hier kommen insbesondere ETF in Frage, die einen ganzen Aktienindex abbilden. Sie investieren also in eine Vielzahl von Aktien, je mehr Aktien im zugrundeliegenden Index enthalten sind, desto größer die Streuung. Beim DAX (deutscher Aktienindex) sind das nur 30 Aktien, breiter aufgestellt sind z.B. der MDAX mit 50 Aktien, aber vor allem der MSCI-World-netto-Index mit über 1.600 Aktien. Letzterer eignet sich auch deshalb sehr gut für Sie, weil er gleichzeitig eine geographische Streuung über die ganze Welt beinhaltet. Hinzu kommt, dass er sich z.B.in den Jahren 2010 – 2015 mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von über 10 % p.a. auch prächtig entwickelt hat.

– in Immobilien investieren

Reiche besitzen Immobilien. Immobilieneigentümer sind im Durchschnitt reicher als Nichteigentümer. Manche wenden ein, dass wenn man einen Mieter mit einem Eigentümer vergleicht, man beim Mieter auch eine Kreditaufnahme mitberücksichtigen muss, um einen fairen Vergleich zu ziehen. Den Betrag aus der Kreditaufnahme könnte der Mieter langfristig in Aktien investieren und wäre dann am Ende reicher. Das funktioniert aber nur theoretisch. In der Praxis sind Eigentümer sparsamer als Mieter, weil die Tilgung quasi einen Zwangssparbeitrag darstellt.
Auf jeden Fall sollten auch Sie frühzeitig auf eine Immobilie sparen.
Bei der Auswahl der Immobilie sollten Sie sich immer noch auf den wichtigsten Leitsatz bei Immobilien verlassen, der heißt: Lage, Lage, Lage.

– sparsam sein

Es gibt viele Lottomillionäre, die ihr ganzes Geld schnell wieder verprasst haben. Sie kennen aus Presse und Fernsehen sicherlich auch viele prominente Reiche, die viel von ihrem Geld für ein Leben in Luxus ausgeben. Das sind aber alles Ausnahmen: die Regel ist, dass Reiche sparsam sind. Vor allem die vielen Reichen, die nicht gerne im Mittelpunkt der Öffentlichkeit stehen und sich ihren Reichtum über lange Zeit selbst verdient haben.
Ich habe einen Millionär kennengelernt, der von erhaltenen Briefen, die unbeschriebenen Teile des Blattes ausgeschnitten hat, um es noch einmal als Notizzettel zu benutzen. Briefmarken, die nicht abgestempelt wurden, hat er abgelöst und wiederverwendet (letzteres ist übrigens nicht erlaubt).
Man kann Sparsamkeit auch übertreiben. Aber:

  • bei Reparaturen mehrere Angebote einholen,
  • bei Anschaffungen Preisvergleiche anstellen,
  • Energie z.B. im Haushalt einsparen,
  • im Supermarkt auch mal die preisgünstigere Bückware in den unteren Regalfächern kaufen,
  • Rabattmodelle nutzen,
  • die Finger von teuren Dispositionskrediten lassen,
  • bei den Mobilfunkkosten sparen,
  • mit dem Rauchen aufhören,

das sind einige Möglichkeiten, vernünftig sparsam zu sein.
Und wenn Sie demnächst selbst reich sind, dann müssen sie auch vielleicht nicht mehr ganz so sparsam sein.

– Risiken eingehen

Reiche sind häufig stärkere Risiken eingegangen als andere. Risiken sind nicht immer etwas Negatives! Auf lange Sicht lohnt sich Risikobereitschaft.
Selbständige gehen höhere Risiken ein als Angestellte und Beamte, aber ihr Anteil unter den Reichen ist auch relativ höher.
Gerade als junger Mensch ist es sinnvoll höhere Risiken einzugehen, als als älterer.
Achtung: Aber nicht zocken! Übertreiben Sie Risiken auch nicht.
In Deutschland gab es im Vergleich zu 2015 im Jahr 2016 über 81.000 Millionäre mehr. Vielleicht gehören Sie schon oder zumindest demnächst auch dazu.

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