10 Tipps für Geocacher und die es werden wollen

Wissenswertes über Geocaching

– Cache-Eigenschaften

Jeder Cache hat eine Terrainwertung (T) und eine Schwierigkeitsstufe (D für Difficulty). Beide Einstufungen bewegen sich zwischen 1 und 5, wobei 1 jeweils das leichteste und 5 das schwierigste ist.
Vorsicht: Als normaler Cacher und vor allem als Anfänger sollte man bei einer Terrainwertung von 5 die Finger vom Cache lassen. Dieser wird ohne Hilfsmittel dann wohl nicht zu bewältigen sein. Beispiele für solche hohe Geländewertungen sind Höhlen, in die man sich abseilen muss, Bäume oder Felsen, auf die geklettert wird (ohne Hilfsmittel kann es auch schon ab 3,5 T vorkommen, dass mal auf einen Baum geklettert werden muss) oder Gewässer, in denen man tauchen muss oder sehr schmale Pfade mit Absturzgefahr ohne Schwindelfreiheit.

Hohe Schwierigkeitsstufen sind dagegen meist nur mit Hilfsmitteln wie Smartphone oder speziellen Codetabellen machbar. Diese gibt es zum Teil im Internet oder als Buch.

– Tauschen

Die Caches sind meist wasserdichte Behälter, in denen neben einem Logbuch noch einige Tauschgegenstände liegen. Hier gilt, dass man Gegenstände nur entnehmen darf, wenn man neue hochwertigere hineinlegt.
Achtung: Nahrung oder andere verderbliche Gegenstände sind naturgemäß verboten.

Zu unterscheiden von den Tauschgegenständen sind Trackables, die man an einem darauf befindlichen Code erkennt, der meist in einer Kennmarke eingraviert ist. Unter den Trackables sind spezielle Münzen, die auch „Geocoins“ genannt werden. Mehr dazu unter dem nächsten Punkt:

– Trackables

Trackables sollen von Cache zu Cache wandern.
Achtung: Sie dürfen keinesfalls behalten werden, sondern sollen möglichst viele Kilometer reisen. Meist sind die Ziele des jeweiligen Trackables unter seinem Code beschrieben. Erwünscht sind Fotos mit den Trackables, vor allem, wenn der Hintergrund den jeweils besuchten Ort zeigt. Man darf mit den Trackables andere Caches besuchen, ohne sie dort abzulegen. Wichtig ist, dass man sie separat loggt, damit der Besitzer des Trackables weiß, wo sich sein Trackable befindet. Er kann dann auch den kompletten Reiseweg seines Gegenstandes nachvollziehen.

– Loggen

Wenn man einen Cache gefunden hat, dann darf und soll man sich im Logbuch des Caches eintragen. Es gibt verschiedene Arten von Logbüchern. Meist sind dies kleine Büchlein oder zumindest kleine Papierstreifen. Es gibt aber auch sehr kreative Logbücher, das kann eine Litfasssäule sein, aber auch ein Zentimetermaßband. Interessant sind auch Fotologbücher – seien es rein digitale oder welche mit Polaroidfotos.
Gleichzeitig muss der Cache online bei Geocaching.com geloggt werden.
Beim Logeintrag sollte darauf geachtet werden, dass man nicht zu viel vom Cache verrät. Es sollte immer noch eine Aufgabe für die Nachfolgecacher verbleiben. Gerne gesehen sind immer digitale Fotos vom Cache mit dem Finder zusammen. Aber auch Fotos dürfen nicht zu viel verraten oder müssen deutlich als Spoiler gekennzeichnet sein.
Wer den Cache als Erstes findet, dann gilt das als FTF (First to Find).

– GPS Geräte

Garmin ist sicherlich der erfolgreichste Outdoor-GPS-Geräthersteller. Ich kann das Garmin GPSMAP 64s empfehlen, das mir seit Jahren gute Dienste leistet. Es besitzt ein farbiges Display und ist sehr robust. Ich lade meist kostenlose Openmap Karten aus dem Internet auf das Gerät. Von der Geocaching.com-Seite lade ich alle Geocaches aus der zu bereisenden Region mittels „Pocket Query“ herunter auf mein Garmin.

GPS Gerät Garmin 64s

– Geocachertreffen

Geocachertreffen werden zum Teil auch als Stammtische organisiert. Dann trifft man sich regelmäßig. Bei jeder Teilnahme darf man sich wieder als Finder eintragen.
Es gibt aber auch größere Treffen, sogenannte Mega- oder sogar Giga Events. Dann kommen zum Teil Tausende Besucher und es bedarf einer größeren Organisation.

Eine bemerkenswerte App hat mein Facebookfreund Stephan geschrieben:

https://www.rudelcaching.de

Es handelt sich um einen Kalender, in dem man seine Koordinaten bzw. seinen Ort angeben kann und alle Geocachertreffen / Events / Stammtische in der Nähe erhält.

– Sicherheit

Die eigene Sicherheit und Gesundheit ist immer das Wichtigste. Auch beim schönsten Cache soll man nicht übermäßige Risiken eingehen. Dazu sollte man vorab immer sehr intensiv die Beschreibung des Caches, das „Listing“ lesen.

– Müll

Geocacher sind Umweltfreunde und nehmen daher ihren Müll immer mit aus dem Wald zurück. Es gibt sogar sogenannte CITO Events (Cache in Trash out), bei denen Geocacher die Welt ein wenig sauberer machen.
Das schöne Hobby soll auf jeden Fall im Einklang mit der Natur stehen.

– Geocaching Prämiummitgliedschaft

Mit Hilfe eines „Premiumaccounts“ bei Geocaching.com, der knapp 40 EUR pro Jahr kostet, kann man auch die Prämiumcaches finden, die im Prämiumbereich bei geocaching.com aufgeführt werden. Das sind mittlerweile die interessantesten und aufwendigsten.
Daneben gibt es noch einige andere Vorteile als Prämiummitglied, z.B. sich die neuesten oder die am meisten favorisierten Caches auflisten zu lassen.
Sehr hilfreich ist die Zusammenstellung einer sogenannten „Pocket Query“, einer Abfrage von Caches in einer bestimmten Region, diese kann man als Datei komplett auf sein GPS Gerät hochladen. Also wer nicht nur als Gastcacher ab und zu mal unterwegs ist, sondern das schöne Hobby regelmäßig betreiben will, der kommt um eine Prämium-Mitgliedschaft nicht herum.

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